TEENIES

DER ERSTE BESUCH BEIM FRAUENARZT

 

Für junge Mädchen ist der erste Besuch beim Frauenarzt meist ein unangenehmes und manchmal auch angstbesetztes Ereignis. Sie wissen nicht, was auf sie zukommt und ob es sehr unangenehm oder gar peinlich wird. Das wollen wir vermeiden und empfehlen deshalb beim ersten Termin nur einen Gesprächstermin zu vereinbaren. Viele Fragen tauchen in der Pubertät auf, wie Regelblutung, Sexualität und Verhütung. Wir nehmen uns für Fragen, Sorgen und Belange von Mädchen viel Zeit und beantworten diese behutsam und einfühlsam. Neben den Fragen zur körperlichen Entwicklung werden auch Themen wie Schutz vor Krankheiten, Vorsorge oder Impfung besprochen. Gerne kann auch eine, dem Mädchen nahestehende und vertraute Person, wie Mutter oder Freundin mitkommen.

PUBERTÄT

Die Pubertät ist die Zeit des größten körperlichen und seelischen Umbruchs im Leben eines jungen Menschen. Die Produktion der Geschlechtshormone, bei Mädchen Östrogen, nimmt deutlich zu. Äußerlich erkennt man die Geschlechtsreife, auch Adoleszenz genannt, an der vollständigen Ausprägung der sekundären Geschlechtsmerkmale und der geschlechtsspezifischen Körperbehaarung. Die Eierstöcke nehmen ihre Produktion auf und das Mädchen bekommt ihre Menstruation. Die Zunahme der Hormonkonzentration führt aber nicht nur zu körperlichen Veränderungen, sondern auch zu seelischen. Oft sind Jugendliche in der Pubertät unausgeglichen und wissen nicht „was mit ihnen los ist“. Gerne stehen wir beratend in dieser Zeit zur Seite.
 
 

SEXUALITÄT UND VERHÜTUNG

Mit der Pubertät entsteht der Wunsch nach sexueller Aktivität. Die Jugendlichen verlieben sich in dieser Zeit oft zum ersten Mal und es entsteht bereits in sehr jungen Jahren das Bedürfnis nach sexuellen Erfahrungen. Leider gibt es auch in der heutigen Zeit immer noch sehr viel Unwissenheit und Irrglauben, trotz einer scheinbar aufgeklärten Gesellschaft. So glauben viele Jugendliche, dass man beim „Ersten Mal“ nicht schwanger werden kann. Aufklärung und Informationen über die richtige Methode der Verhütung sind deshalb extrem wichtig und sollten möglichst vor dem ersten sexuellen Kontakt stattgefunden haben.
 
 

HPV-IMPFUNG

Seit einigen Jahren gibt es eine Impfung gegen eine Infektion mit humanen Papillomviren, kurz HPV oder HP-Viren. Die HPV-Impfung senkt das Risiko an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken beträchtlich. Da die Viren durch Geschlechtsverkehr übertragen werden, sollte jedes Mädchen ab dem 12. Lebensjahr geimpft werden. Aber auch später wirkt die Impfung noch bei Virustypen, mit denen bislang noch kein Kontakt bestand.

 
Im Schnitt infizieren sich etwa 3 von 4 Frauen und Männern im Laufe ihres Lebens  mit dem Human-Papillom-Virus (HPV). Dieses Virus kann Krebserkrankungen des Gebärmutterhalses auslösen. Durch die Impfung kann das Risiko einer Erkrankung deutlich gesenkt werden.

HP-Viren werden in der Regel beim Geschlechtsverkehr übertragen. Kondome verringern das Infektionsrisiko, bieten jedoch keinen hundertprozentigen Schutz. Häufig wird die Infektion aber gar nicht wahrgenommen und heilt folgenlos ab, in 40% aller Fälle bleiben die Viren aber im Körper und die Infektion wird chronisch. In diesem Fall kann es zu Zellveränderungen bis hin zu Krebserkrankungen des Gebärmutterhalses kommen.

Über 40 verschiedene Typen des humanen Papillomvirus sind uns mittlerweile bekannt. Aber im Wesentlichen sind nur vier Typen für die Erkrankungen im Genitalbereich verantwortlich:

•  „Hoch-Risiko”-Typen (humaner Papillomvirus 16 und 18) können Zellveränderungen und im Weiteren Gebärmutterhalskrebs am Gebärmutterhals auslösen.

• „Niedrig-Risiko”-Typen (humaner Papillomvirus 6 und 11) können zu Warzen im Genitalbereich führen und gutartige (keine krebserzeugenden) Veränderungen am Gebärmutterhals verursachen.
 
Bei der regelmäßigen Krebsvorsorge wird nur auf eine bestehende Zellveränderung hin untersucht. Ein Check, ob eine Infektion mit HP-Viren vorliegt, ist aber in keinem Fall ein Bestandteil des gesetzlichen Programms. Als Zusatzleistung kann dieser Test jedoch durchführen.

Die Impfung schützt gegen die Infektion mit den meisten Hoch-Risiko und einigen Niedrig-Risiko-HPV-Typen. Sie ist aber nicht gegen alle HPV-Typen wirksam. Die Impfung kann und darf aber die regelmäßigen Früherkennungsmaßnahmen zur Erkennung von Gebärmutterhalskrebs auf keinen Fall ersetzen.

Das Für und Wider bezüglich Impfungen wird seit längerer Zeit heftig diskutiert. Impfen oder nicht, das bleibt aber eine individuelle Entscheidung. Abhängig vom jeweiligen Sicherheitsbedürfnis eines Menschen und eventuell bestehender gesundheitlicher Probleme (Allergien) kann sowohl die Entscheidung für als gegen eine Impfung richtig sein.

Weitere Informationen finden Sie unter:

http://forum.hpvinfo.de/